Karozzin-Pferd in Mdina, Malta (A German Poem)

Karozzin-Pferd in Mdina, Malta (A German Poem)

Im Schritt.
So langsam,
dass Raeder leise singen,
so ruhig,
dass Stein den Klang behaelt.

Sonne drueckt.
Der Tag steht auf meinem Ruecken.
Mir reicht das.

Glanz als Gewohnheit:
Kraft,
die niemandem weh tut.

Frueher:
mehr Laerm,
mehr Strenge.
Jetzt:
Weg und Wiederkehr,
Licht auf Kalk,
ein sicherer Tritt.

Menschen bleiben stehen,
heben Kameras.
Sie sammeln mein Bild
wie eine Muenze,
die man nicht ausgibt.

Nur den Blitz mag ich nicht.
Ein kurzes Brennen im Auge.
Dann wieder Gang.

Manchmal spiele ich:
ein halber Takt mehr,
ein kleiner Wechsel,
kaum sichtbar,
und doch genau gesetzt.

Wenn Kinder nah sind,
drehe ich den Schweif.
Ihr Lachen
macht den Mittag leichter.

Wo es eng wird,
halte ich an.
Eine Extra-Sekunde Kuehle,
als waere sie mein Recht.

Auf Augenhoehe:
Fugen im Stein,
Ameisen mit Kruemel-Gold,
eine Eidechse,
warm und still.

Die Stadt gibt sich nicht preis.
Sie laesst sich nur finden.

Dann Nacht.
Stall.
Frisches Stroh.
Ein Dunkel,
das nichts verlangt.

Manchmal ein Apfel,
heimlich zugesteckt.
Langsam kauen,
als haette Dankbarkeit Gewicht.

Sie heben die Linse,
als waer ich der Augenblick.
Doch der Augenblick sind sie.

Meine Hufe schreiben weiter
in Gasse und Stein.
Mdina merkt es sich.

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